Nachhaltigkeit ist mehr als Material – sie ist sozial

Nachhaltigkeit sozial gedacht
Nachhaltigkeit ist mehr als Material – sie ist sozial
Tourismus in Nepal: Ein zweischneidiges Schwert
Der Outdoor-Tourismus in Nepal boomt. Jährlich reisen über 1,1 Millionen Touristen in das Land, viele davon zum Trekking ins Himalaya-Gebirge. Doch während Tourismus Arbeitsplätze schafft, hat er auch unterschätzte Schattenseiten, insbesondere für die lokale Lebensmittelversorgung.
Warum Essen in Nepal teurer wird
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Tourismus treibt Preise hoch:
In beliebten Trekking-Regionen sind die Preise für Grundnahrungsmittel bis zu fünfmal so hoch wie in Kathmandu.
Lokale Bauern verkaufen lieber an Hotels und Trekking-Lodges, weil diese mehr zahlen als die eigene Bevölkerung.
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Importabhängigkeit steigt:
Nepal importiert mittlerweile über 80 % seiner Lebensmittel – eine direkte Folge davon, dass die Landwirtschaft verdrängt wird.
Laut einer Studie des International Centre for Integrated Mountain Development (ICIMOD) führt der Tourismus dazu, dass viele junge Nepalesen aus der Landwirtschaft aussteigen und lieber im Gastgewerbe arbeiten.
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Inflation durch höhere Nachfrage:
Weil Touristen bereit sind, hohe Preise zu zahlen, steigen die Lebenshaltungskosten für Einheimische.
2023 lag die Inflationsrate in Nepal bei ca. 8,5 % – besonders betroffen sind Lebensmittel.
Was bedeutet das für nachhaltige Outdoor-Marken?
Echte Nachhaltigkeit heißt nicht nur, umweltfreundliche Materialien zu verwenden, sondern auch, soziale Auswirkungen mitzudenken. Deshalb ist KAEMP 8848 das Unternehmen in Nepal, das Menschen in Nepal gehört und lokal produziert. So stellen wir sicher, dass faire Löhne nicht dazu führen, dass andere darunter leiden.
Quellen:
ICIMOD (2022): „Tourism in the Himalayas and its Socioeconomic Impact“
Nepal Rastra Bank (2023): Bericht zur Inflation und Lebensmittelpreise